Atemtherapie: Wie dein Atem Körper und Emotionen verbindet

Shownotes

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Credits Musik Intro & Outro: Reflections von Malte Marten, Nutzung unter Lizenz Foto Ann-Sophie: Ann-Sophie Briest

Transkript anzeigen

00:00:00: Yoga Stern, dein Podcast für Transformation und spiritelle Weiterentwicklung mit Yoga.

00:00:06: Mein Name ist Stephanie Weihrauch und ich habe heute Anne-Sophie Priess zu Gast.

00:00:10: herzlich willkommen!

00:00:12: Danke schön Stefanie.

00:00:14: Ich freue mich sehr dass wir heute zusammen über das Thema Atmung und Atemtherapie sprechen können weil Anne-Sofie Priests und ich, wir geben zusammen auch eine fünftige fünfzig Stunden Atem Therapie Ausbildung.

00:00:26: es ist für uns beide ein Herzensthema Und der Atem ist so ein wichtiges Thema für uns beide, dass wir heute ein bisschen näher drauf eingehen möchten.

00:00:36: Was kann der Atm bewirken?

00:00:38: Warum ist der Atom so wichtig und für alle die im therapeutischen Bereich oder Yoga-Bereich arbeiten?

00:00:44: wie kannst du den vielleicht noch mehr für dich und deine Arbeit nutzen und einsetzen?

00:00:49: Weil der Atem ist einfach so wirkungsvoll, dass ich immer wieder ganz begeistert davon bin und davon rede.

00:00:55: Vielleicht magst du anfangen an so viel wie du dann zum Thema Atmung und auch Atemtherapie gekommen bist?

00:01:02: Wie war dein Dein Weg dahin?

00:01:05: Ja, ich danke dir Stefanie dass wir jetzt darüber sprechen.

00:01:07: Das begeistert mich absolut!

00:01:09: Ich hoffe das ich mich nicht in irgendeinem Monolog hier in Begeisterung verlaufe, mache natürlich nicht aber tatsächlich ist mein Weg hin zur Atmung.

00:01:20: Ich glaube initial über meinen Medizinstudium gekommen wo man dann mit der Atemphysiologie ich sag mal zumindest Ansätze dessen, was mir heute wichtig ist auch sozusagen in den Vorlesungen mitbekommt.

00:01:34: Also da ging es ganz viel darum eben so etwas wie CO²-Toleranz zu verstehen die verschiedenen Lungenvolumina.

00:01:41: Was ist sowas wie ein inspiratorisches Reservevolumen?

00:01:46: Schlaues Wort für, ich kann ja noch tiefer einatmen nachdem ich bei der Ruheatmung eingeatmet habe.

00:01:52: Was ist expiratorisches Reservevolumen?

00:01:55: Da kann ich noch stärker ausatmen als ich es normalerweise in Ruhetour.

00:01:58: also da hatte ich schon so die ersten Berührungspunkte und gemerkt das ist ja unglaublich wie sich meine Ruhe atmung von einem zum Beispiel vollständig oder einfach tieferen Atemzug allein rein physiologisch unterscheidet.

00:02:14: Und als dann meine Begeisterung fürs Yoga, auch Dinge wie Pranayama und sozusagen auch längeres Kumbhake, also längere Atempausen mit einbezogen hat, habe ich gemerkt.

00:02:26: Wow!

00:02:27: Das ist ja nicht nur irgendwelche Dinge die ich messen kann physiologisch sondern das wirkt ja tief energetisch.

00:02:34: und vor allen Dingen – das ist meine Begleisterung – Ich hab sehr unmittelbar auch die Auswirkungen auf die psychoemotionale Ebene erleben können.

00:02:43: Und das ist eigentlich das, was ich jetzt sehr leidenschaftlich verfolge, Atmung zu nutzen um Brücken zu schlagen – Brücken in den Körper aber eben Brücken auch in die psycho-emotionalen Ebene.

00:02:56: deshalb da Da hänge ich so fest und bin in der Eigenerkundung.

00:03:00: Und eben auch in der Begleitung, ob das eins zu eins ist oder ein Gruppen ganz stark daran interessiert diese Brücken zu schlagen.

00:03:07: Und für mich es Atmung... ...ist ein Brückenschlagen!

00:03:10: Ja genau.

00:03:12: Ich finde dieses Wort ne?

00:03:13: Brücke und Brückeschlagen sind so toll weil ich find' das ist das was ich liebe am Yoga.

00:03:18: Diese Verbindung von Körper-, Geist- und Seele.

00:03:21: Der Atem kann auch die Brücke schlagen im Hier und im Jetzt zu sein.

00:03:26: Ich sage mal, vom Kopf ins Herz zu kommen.

00:03:29: Vom Denken in das Fühlen zu kommen... Also da kann der Atem auch wirklich wirken.

00:03:34: und ich habe ja so zur Legiom Psychologie studiert und von meinem Background interessiert mich beim Atem sehr dieser psychologische Hintergrund.

00:03:42: Und bei mir ist der Atemberg damit gestartet dass ich vor über zehn Jahren Fünfzehn war das, Max Trome erlebt habe in so einem ersten Wochenende und dann hab ich jedes Jahr bei ihm die letzten zehn Jahren Weiterbildung, Fortbildung auch seine Priest-to-Heal Ausbildung gemacht.

00:04:01: Also er ist wirklich ein Rana Yama Experte oder beschäftigt sich wirklich sehr lang und intensiv mit diesem Thema Atmung Und von ihm habe ich so viel gelernt wie kann man den Atem auch therapeutisch bei verschiedenen ja, Zuständen oder auch vielleicht Problemen einsetzen.

00:04:22: Weil mir aufgefallen ist hey wenn ich superartig im Stress bin oder ich habe immer wieder Teilnehmerinnen die mal kurz vom Burnout oder sehr gestresst sind und merken oh ich erlaube mich nicht zu atmen oder ich halte den Atem an oder Ich werde Kurzatmik.

00:04:38: Und mir ist es auch super aufgefallen in meiner eigenen Praxis Wenn auch wirklich irgendwelche Ja.

00:04:46: Lebensumstände sind, zum Beispiel jemand in der Familie ist gestorben.

00:04:50: Bei Trauer ist es bei mir sehr ... Du merkst es direkt in den Lungen und das zieht sich zusammen.

00:04:56: Ich werd sehr flach- und kurzatmig.

00:05:00: Ich hatte das in den letzten Jahren mehrmals Trauerfälle und merke einfach diesen Zusammenhang von diesem Emotion trauer und der Atmung.

00:05:10: Das hat mich dann direkt gecatcht und fasziniert.

00:05:12: Und ich hab geschaut, okay wie ... kann ich das in meine Arbeit als Yoga-Lehrerin integrieren.

00:05:19: Und Yoga ist ja auch mit dem Atem verbunden, also Pranayamaatmung ist ein Teil von Yoga und bei dir du hast ja auch den Background noch das Medizinische als Ärztin passt wunderbar zusammen.

00:05:34: Du hast ja auch die Yogatherapie-Ausbildung und lehrst dir auch an.

00:05:38: Sophie, vielleicht kannst du auch sagen ob der Atem sich hier unterscheidet in der Yogaterapie beim Yoga.

00:05:45: Normale Yoga Praxis sage ich mal wo man glasig so mal hingeht und auch aus dem medizinischen Bereich oder ob das wirklich ineinander fließt?

00:05:55: Wie geht es dir damit?

00:05:57: Ja gerne!

00:05:59: Also... Die Atmung selber verändert sich nicht je nachdem aus welcher Blickrichtung ich komme.

00:06:06: Ich beobachte, dass das Spektrum wie kann ich Atmungen einsetzen?

00:06:11: Das öffnet sich also.

00:06:13: wenn ich jetzt mit einem therapeutischen Verständnis das ganze betrachte und auch in die Übung gehe spielt für mich immer die Art und Weise wie Atmung auf mein autonomes Nervensystem wirken kann, das spielt eine zentrale Rolle.

00:06:28: Also sprich welche Atemmuster beispielsweise wirken aktivierend im Nervensystem.

00:06:35: Welche Atemmuster kann ich nutzen, um in die Regeneration und Heilung in den Parasympathikus zu finden?

00:06:42: Da kommen dann sozusagen so physiologische Basics dazu, die aber schlussendlich ob ich das dann Yogaatmung nenne und zum Beispiel eine Beruhigung durch eine verlängerte Ausatmung oder durch eine leichte Lippenbremse, da vielleicht auch ein sanftes Ujjayatmen herbeiführe.

00:06:59: Ob ich anfange, eine Rhythmik einzubeziehen und dann einen Zählrhythmus zu bringen.

00:07:04: Schlussendlich auch dadurch die Ausatnungverlängere ob ich anfangen auch Asanas einzusetzen dass sich verschiedene Lufträume besser öffnen können.

00:07:12: das ist vielleicht auch ne Körperhaltung in der sowas wie ne Kollabierte per se mal flache Atmung stattfindet, dass sich das wieder ein Stück weit öffnen kann.

00:07:22: Dass auch so was wie Bauchatmung gelingt.

00:07:24: Das ist ja für viele absolut mysteriös diese Bauch-Atmung irgendwie wieder zu erlernen.

00:07:31: Unser Körper kennt die aber häufig verlernen wir oder es kommen andere Dinge dazu, die dann den Bauch straff halten oder wir speichern Stress eben im Zwerchfeld.

00:07:41: ganz verschiedene Facetten.

00:07:43: schlussendlich sind aber dann die Art und Weisen, wie wir damit arbeiten.

00:07:48: Für mich sehr ähnlich!

00:07:49: Also nenne ich das Pranayama oder nenn ich das dann parasympathische Atmung?

00:07:55: Oder wie auch immer... Das ist eigentlich für mich eher eine Terminologiefrage und da finde ich es immer spannend einfach mehrsprachig unterwegs zu sein.

00:08:03: Deshalb ist es mir ein Anliegen wenn wir jetzt auf von Yoga Therapie sprechen einem heilenden Ansatz in der Yoga-Stunde zu sagen, wie kann ich denn das Wissen und die Weisheit der Yogis nutzen?

00:08:18: Und dem zusätzlich sozusagen das Verständnis was wir einfach jetzt durch die modernen Wissenschaften ja haben.

00:08:24: Wie kann ich das hinzufügen und ergänzen?

00:08:27: aber dadurch sind die Übungen jetzt nicht per se anders!

00:08:30: Ich bin immer wieder erstaunt so zu sagen was die Yogis in ihrer Erfahrungswissenschaft uns da alles für Perlen mitgegeben haben, wo wir jetzt sozusagen erst hinterher eilen und das Ganze auf physiologischer Ebene wissenschaftlich beschreiben.

00:08:46: Aber die Basics – und die sind eben sehr breit – finde ich universell!

00:08:51: Und das finde ich so klasse dass sich sie immer an unterschiedlichsten Stellen anwenden kann.

00:08:57: Ja, die tiefe Bauchatmung, diese Ruheatmungen.

00:09:01: Das ist so spannend dass du sagst viele können das nicht mehr oder haben es verletzt und spüren das nichtmehr.

00:09:06: Das heißt Viele sind dadurch ja auch in einem Dauer Stresszustand und können sich gar nicht mehr so gut regulieren.

00:09:14: wo wir schon ein bisschen auch bei den Wirkungen vom Atmen, atemübungen Pranayama dass ja eine Wirkung ist zum Beispiel der tiefen Bauchatmung, der Ruheatmungen.

00:09:25: Dass du super gut zur Ruhe kommst, entspannen kannst und loslassen kannst also die tiefe Bauch-Atmung ist etwas was ich persönlich z.B.

00:09:33: jeden Tag übe und für mich persönlich für meine eigene Art.

00:09:37: im Praxis habe ich auch das Tönen für mich entdeckt und zwar gar nicht unbedingt Mantras singen oder überhaupt singe.

00:09:43: ich singt zwar auch gerne aber tatsächlich dieses Vokale, Tönen oder die Bienenatmung dieses Summen.

00:09:51: Was so einfach ist was sich schon wirklich im Kinderjoga mit den ganz kleinen Kindern anfangen zu üben.

00:09:57: Einfach Summen und auch schon mit dem schwangachen Prep-Hostener Teil Yoga vor nach der Uhr das die Summen weil das Summen hat gleich eine beruhigende Wirkung.

00:10:07: dass Das was du auch gesagt hast, dass es auch so schnell und so effektiv sein kann.

00:10:12: Hast du da auch Lieblingsübungen die du gerne für dich machst oder auch gerne täglich oder regelmäßig anderen lehrst und zeigst?

00:10:21: Ja absolut!

00:10:22: Ich glaube das haben wir alle.

00:10:23: Man hat natürlich... oder ich habe auch Übungen, die ich dann vielleicht sehr leidenschaftlich unterrichte und aber selber einen gewissen Widerstand habe, ich glaube das gehört immer dazu.

00:10:34: Tatsächlich eine meiner absoluten Lieblingsatemübungen sind Varianten rund um die Wechselatmung.

00:10:41: Das ist einfach für mich... Es ist unfassbar was alles in dieser Übung steckt ob ich sie effektiv durchführe während ich mir ein jeweiliges Nasenloch zu halte.

00:10:53: es gibt tolle Studien die zeigen dass die Wexelatmungen den ähnlichen Effekt haben wenn ich mir nur vorstelle dass ich abwechselnd durch die Nasenlöcher atme.

00:11:03: Wo ich denke, wie genial ist das denn?

00:11:05: Wenn ich auf dem Weg bin zur Arbeit und sitze im Bus und will jetzt hier nicht anfangen, die Blicke auf mich zu ziehen weil ich mir Nasenläucher zuhalte dann kann ich mich durch den Fokus auf dieses Links-Rechts-Rechts-Linkschema in einen ganz ähnlichen physiologischen Zustand atmen als wenn ich die Nasennlöche effektiv zuhalte.

00:11:25: also auch so Imaginationsaspekte hinzuzunehmen, finde ich super spannend.

00:11:30: Du hast gerade über das Summen ja auch diese Vibrationsebene angesprochen.

00:11:35: Das ist ja auch etwas was dann durch das ganze System sozusagen sich noch besser verbreitet weil Vipration wird grad auch über die Faszien in den gesamten Körper geleitet und insofern bin ich immer sehr stark daran interessiert zu sagen, okay wie kann ich denn meine Aufmerksamkeit?

00:11:51: Wie kann ich die verankern.

00:11:53: Wie kann Ich die fokussieren so dass sich das mit diesem atemabwechselnden Atemschema spannend finde?

00:11:59: oder zum Beispiel auch zu sagen ich mache eine sanfte Wechselatmung und gehe in Atem pausen aber nicht mit der Idee ich halte meine Luft an sondern was ich ganz gerne anleite ist so ne Begrifflichkeit wie Nicht anhalten Sondern innehalten.

00:12:16: Wenn ich an Anhalten denke, dann habe ich da eher so eine Assoziation mit einem Druckgefühl und vielleicht noch eine Bauchpresse dazu.

00:12:26: Und wenn ich einen Inne halten mir überlege... Da ist mehr so eine Ruhe, dass er eine Entspannung mit drin und dann zu sagen, ah!

00:12:34: Ich erkunde jetzt mal mit meiner Aufmerksamkeit diesen Moment indem ich weder einen noch ausatme, diesen Moment der Neutralität.

00:12:43: Diese Stille die sich innerlich auch einstellen kann dann wird für mich Die Wechselatmung eine effektive Brücke hin in sowas wie einen Meditationszustand und das finde Ich auch sehr beeindruckend eben zu sehen.

00:12:56: Wie Kann Atmung vorbereiten oder Auch so Ein Zustand wie Ruhe Und Aufmerksamkeit also dieses Gleichgewicht im Nervensystem ja?

00:13:07: Und gleichzeitig entspannt, wie kann mich Atmung auch in diese Zustände führen?

00:13:12: Deshalb ist tatsächlich eines meiner absoluten Highlights alles rund um die Wechselatmung.

00:13:18: Die liebe ich die Übung!

00:13:20: Ich lieb es dir auch.

00:13:21: Man kann sie ja sowohl mitzuhalten als auch visuell anleiten und Super, super spannend.

00:13:30: Diese Wirkungen auch – was es direkt hat, hast du auch wunderbar beschrieben?

00:13:34: Jetzt gibt's ja auch noch hier physiologisch körperlich diese Zusammenhängen die manchen gar nicht so klar sind zwischen dem Mund und dem Zwergschwell den Beckenboden.

00:13:44: Ich unterrichte ja und bilde ja auch im Bereich Pre- und Postnatal Yoga aus, habe auch regelmäßig jede Woche Frauen in meinem Yoga Studio in Wiesbaden wo ich Kurse gebe für Schwangere und Zurückbildung.

00:13:54: Und wir tören regelmäßig auch Vokale wie das A, das U, was unten öffnet im Beckenboden ja?

00:14:02: Wo wir auch mit Munnawander, mit dem Beckenbotenverschluss Wurst- und Verschluss die Energie im Körper halten... Erklärst du oder wie erklärst du denn diesen Zusammenhang auch zwischen Zwerchfell und Beckenboden?

00:14:16: Und warum das wichtig ist, das zu verstehen.

00:14:19: Wie das alles zusammenhängt und Zusammenarbeit.

00:14:21: Vielleicht kannst du das einfach noch mal in deinen Worten für andere nochmal zusammenfassen.

00:14:27: Sehr sehr gern!

00:14:28: Also da gibt es jetzt viel zu sagen.

00:14:30: Ich halte mich kurz.

00:14:32: Der Aspekt der mir gerade wichtig ist war wir eben auch schon kurz des Thema gesunde Bauchatmung erwähnt hatten, das Zwerchfell und der Beckenboden selber in einer gesunden Atmung.

00:14:46: Also eine Atmungen die sozusagen dieses ruhige und gesunde Bauchatem-Muster unterstützt, schwingen synchron.

00:14:53: Das heißt ich erwarte mir eine Bewegung und im Zwerichfeld bedeutet es schlussendlich dass sich bei einer Einatmung eine Kontraktion habe und dadurch senkt sich mein Zwerchfell sanft nach unten, das ist im Ruhezustand so in einer Kuppelform gehalten.

00:15:08: Und wenn ich eben in die Einatmung gehe, senkt es sich das Zwerschfell ab.

00:15:12: Wenn der Geweich ist können die Bauchorgane sanft noch unten geschoben werden und der Bauch wölbt sich leicht nach außen vor.

00:15:19: Das ist die gesunde Atembewegung um den Zwergfell.

00:15:23: Dem sollte, das sage ich jetzt im Konjunktiv weil es häufig nicht der Fall ist, sollte eigentlich die Bewegung im Beckenboden folgen.

00:15:31: Sodass ich mir das immer so vorstelle wie ein... Also das Bild was mir dazu kommt ist wie eine Quale, die sich im Meer sozusagen voran bewegt und manchmal etwas mehr in der Hohlform und manchmal in der abgeflachteren Form ist.

00:15:45: Und ich stelle mich das immer vor wie so eine parallele Quale Die idealerweise Synchronen schwingt.

00:15:52: Das heißt auch mein Zwergfeld sollte sich, sorry, auch mein Beckenboden sollte sich bei der Einatmung gesunderweise sanft nach außen vorwölben und bei der Ausatmungen wieder sanft noch oben innen einziehen.

00:16:05: Und wenn das gegeben ist dass dieses Absinken bei der einatmungs- und wieder nach oben aufziehen bei der ausatmunk Dann gelingt sowas wie eine ruhige und eben auch gleichmäßige BauchatmUNG häufig wesentlich besser.

00:16:19: Wenn das nicht der Fall ist, ist es eine Variante der Paradoxenatmung.

00:16:23: Dass die Leute sozusagen gegeneinander atmen, dass sie den Beckenboden anspannen oder vielleicht auch eine Spannung aufrecht erhalten bei Ein- und Ausatmungen und dieses Mitschwing gar nicht mehr unbedingt gegeben ist

00:16:35: Sehr gut, ich glaube das hat es schon mal so ein bisschen erklärt und gezeigt.

00:16:40: Du hast jetzt auch über die Wirkung gesprochen.

00:16:43: wir haben ja jetzt auch schon über die Bauchatmung, die Ruheatmungen, auch die Wechselatmungsgesprochen hier.

00:16:48: Ein super Ausgleich ist auch von Jeden und Yang von der linken rechten Seite, um ins Innere Gleichgewicht in die Balance zu kommen.

00:16:57: Jetzt gibt es ja auch noch Atemübungen.

00:17:00: Ja, was machen?

00:17:01: Was transformieren.

00:17:02: Ja also dieses der verbundene Atem ist ja auch in aller Munde solche Atemzeichen zu machen oder auch energetische Atemübungen wie wir sie aus dem Kundalini Yoga kennen die sehr aktivieren sind, die sehr viel mit dir machen das du gleich merkst oh ich bin wach.

00:17:21: Was sind da so eine Ansätze und wie kann man das vielleicht auch Traumasensibel vermitteln, weil ja auch beim Atmen was passieren kann oder was ausgelöst werden kann?

00:17:32: Absolut.

00:17:33: Also du hast die verbundene Atmung angesprochen.

00:17:35: Das ist ja ein Stück weit ein Überbegriff.

00:17:37: manchmal nennen wir es auch Breathwork.

00:17:39: Ist vielleicht so der das Schlagwort, was mittlerweile häufiger genutzt wird aber Vom Grundsatz her eben die Idee anders als in der klassischen Yogatradition, wo ja häufig Atempausen eine Rolle spielen.

00:17:52: Jetzt zu sagen wir wollen explizit keine Atempause sondern nach der Einatmung folgt die Ausatmungen und das Ganze durchaus etwas schneller und etwas tiefer als wir es sonst in Ruhe tun würden mit entsprechenden Auswirkungen was mir dabei ganz wichtig ist denn tatsächlich du hast das Wort Traumasensibel genutzt.

00:18:14: ich nutze des auch Sowohl gruppenterrapeutisch als natürlich dann auch einzel, also im eins zu eins.

00:18:19: Einzeltherapeutisch nutze ich die Veränderung, die durch die verbundene Atmung entstehen.

00:18:26: Zum Beispiel auch rein physiologisch.

00:18:28: Also was verändert sich auch an Durchblutungsmustern Im Gehirn wenn Ich über ein Zeitraum von zehn fünfzehn Minuten plus in dieser Verbundenen atmung Bleibe?

00:18:38: da haben wir einige information dazu und das ist hoch interessant nämlich schlussendlich dass Gehirnareale, die dafür bekannt sind eben einzuordnen zu beurteilen vielleicht auch zu ver- urteilen.

00:18:54: Ja das würde man übersetzt als die das default mode network im gehirn beschreiben.

00:19:01: ja die yogis würden sagen dass es der monkey mind oder manchmal nennt man ist auch das Hirnkontrollzentrum.

00:19:07: da gibt's ganz ganz viele Begriffe für dieselbe sache.

00:19:10: aber die idee ist dass wir die durchblutungsmuster ein Stück weit verändern, wenn wir eben unsere Atmung mitverändern.

00:19:18: Macht ja auch Sinn!

00:19:19: Und dass dieser Monkey-Minder der alles ständig kommentiert, wo ganz viel auch der Erlernten also der habituellen Denkmuster sitzen, wo ich gar nicht mehr drüber nachdenke mein Kopf denkt sich selber quasi diese Areale werden unter dieser verbundenen Atmungen weniger stark durchblutet.

00:19:39: Das ist natürlich kein Schalter, sondern wie so ein Dimmer.

00:19:42: Es wird einfach ein bisschen leiser und darüber... Wir hatten das am Anfang ja das Brückgeschlagen genannt.

00:19:49: Darüber können dann Dinge wie zum Beispiel emotionale Zustände oder auch Körperempfindung die die ganze Zeit da waren aber immer überlagert waren durch diese Lautstärke durch diese gedankliche Lautstärkel, die können unter Umständen ganz anders wahrgenommen werden und ins Bewusstsein treten.

00:20:10: Und darüber ist eine Arbeit auch mit gespeicherten Prozessen vielleicht auch traumatischen Prozesse möglich ohne dass es automatisch dann so was wie ein Flashback, also ich muss nicht in die ursprüngliche Situation auch nicht gedanklich, muss sich nicht zurückgehen um das Ganze auflösen zu können.

00:20:30: Sondern der Körper kommt dann in einen Prozess, indem eben Atem induziert eine Neubewertung von vielleicht erlebten, vielleicht auch sehr schmerzhaft erlebten Erinnerungen möglich ist.

00:20:42: Also da Ich will da gar nicht zu tief rein.

00:20:45: Da müsst ihr einfach tatsächlich in unsere Ausbildung kommen, weil wir uns ja auch entschieden haben, Stephanie zu sagen Wir möchten Platz geben auch in unserer Atemausbildung für Dinge wie Breathwork eben auch im therapeutischen Kontext das noch tiefer zu verstehen und natürlich auch zu erleben.

00:21:02: was passiert denn wenn sich eben auch diese Denkmuster Wenn sich die ein Stück weit lockern, wenn der Körper etwas durchlässiger wird?

00:21:14: und da finde ich Atmung einfach eine wahnsinnige Eintrittspforte.

00:21:18: Und vielleicht als letzten Satz dazu was mir ganz wichtig ist auch in Abgrenzung von anderen Formen des Breathworks, wenn wir das therapeutisch einsetzen oder auch traumasensibel einsetzen.

00:21:29: Es ist ganz wichtig diese Atmung nicht zu forcieren.

00:21:33: Selbstverständlich ist sie etwas tiefer und auch etwas zügiger.

00:21:37: aber es ist nicht die Dampflok und ich gehe auch nicht mit Willenskraft über meine eigenen Grenzen hinaus sondern der Aspekt der Sicherheit.

00:21:46: fühle ich mich mit dem was gerade passiert noch sicher.

00:21:51: aller wichtigste Prinzip, damit diese Vorgänge und Erlebnisse auch wiederum heilsam integriert werden können.

00:21:59: Es geht nicht darum dem Körper in die Überforderung zu führen und dann zu gucken was passiert also betont.

00:22:05: Darum geht es nicht sondern es geht darum in einem Zustand der Sicherheit neue ja neue innerliche neue Bewusstseinsräume zu erkunden.

00:22:16: Und was das jetzt konkret bedeutet, habe ich ein paar Anregungen gegeben.

00:22:20: Aber dann natürlich braucht es eine vollständige Session und auch die entsprechenden Erklärung vorab – und die Integrationsarbeit im Anschluss!

00:22:29: So wichtig, was du gerade gesagt hast an Sophie der Aspekte Sicherheit, weil es ist genau das, was mir in meiner persönlichen Arbeit als Yoga-Lehrerin, ich bin auch Atemtherapeutin, Jugatherapeuten so wichtig ist einen sicheren Raum zu haben… und einen sicheren Raum zu halten.

00:22:47: Und das ist egal, ob ich das jetzt in dem Yoga-Kurs hab', dass die Teilnehmerin meine, ich sag mal ganz normalen Yoga-Curse jede Woche kommen, dass sie sich da auch sicher fühlen oder einen sichern Raum auch Atemübungen machen vorwährend nach der Yoga-Praxis einfach dann einen sicherem Raum haben aber auch in diesen Sechens, Eins zu Eins, Sechsens Coachings wo es ein bisschen tiefer geht.

00:23:10: Da habe ich zum Beispiel in den letzten Jahren einige Klienten gehabt mit Burnout oder auch Depression, Panikattacken, Ängstenangstzuständen.

00:23:20: Wo wir sehr gut ... verschiedenen Pranayama-Übungen, Atemtechniken arbeiten konnten.

00:23:27: zur Selbstregulation.

00:23:29: Aber auch hier ist es wichtig also für diejenigen, die so wie wir im Gesundheitsbereich arbeiten, sei es jetzt als Yoga-Lehrerin, Ärztin und Therapeuten in welchem Bereich immer dieses Sicherheiten, sicheren Raum halten das ist wirklich Teil unserer Atemtherapie Ausbildung da zu schauen, wie halten wir diese Räume?

00:23:49: Wie können wir das anleiten und wie gehen wir auch vor wenn du selber vor hast im eins-zu-eins zu arbeiten oder auch Workshops zu geben.

00:23:58: Wir beide geben ja auch Workstops im Thema Presswork oder ich auch am Priest to Heal in dieser Atemtechnik von Maxstrom wo ich ausgebildet wurde.

00:24:08: Da gebe ich jedes Ja, alle paar Monate oder alle paar Wochen je nachdem drei-stündige Atemworkshops wurde aber auch wirklich wieder in einem geschützten Raum bist.

00:24:19: In einem sicheren Raum dass da auch mal Tränen fließen dürfen das da auch Mal was losgelassen werden kann Dass das Herz erleichtert wird.

00:24:26: also ich finde Das ist wirklich nochmal ein ganz ganz wichtiger Aspekt.

00:24:30: und bei dem Atemtherapie, die machen wir ja zusammen.

00:24:32: Wir beide bringen weiter unsere Vorerfahrung und der Wissen unserer Erfahrungen mit und haben uns da auch aufgeteilt in den Themen.

00:24:40: für diejenigen, die sich interessieren und mehr dazu erfahren wollen und wissen wollen würden jetzt noch mal ein paar Punkte nennen was du auch lernen kannst in der Atem-Therapie Ausbildung.

00:24:49: tatsächlich von mir ist es auch dieser psychologische Aspekt dieser Zusammenhang zwischen Emotionen und Atemübung aber auch Diese alltägliche Atemübung.

00:25:00: Was kannst du tun, um dich zu bereugen?

00:25:03: Atmen, welche Atemübungen für mehr Energie gegen Müdigkeit oder für besseren Schlaf bis hin zu transformierenden Atem-Übungen.

00:25:12: Wo du wirklich auch in der Emotion verarbeiten kannst wie Trauer was ich vorhin genannt habe oder wie andere Emotionen die vielleicht irgendwo noch körperlich festsetzen die auch wirklich mit dem Atem zu verarbeiten und zu lösen.

00:25:25: und das finde ich auch wundervoll dass der Atem da auch wieder diese Brücke schlägt.

00:25:30: Mir gefällt dieses Wort, der Brücke.

00:25:32: Danke dafür an Sophie und vielleicht magst du auch nochmal ergänzen was du für Themen mitbringst und was dir da auch noch mal wichtig ist den diejenigen, die wirklich in ihrer Arbeit alltäglich damit mit dem Atem das noch ein bisschen mehr integrieren möchten was du ihnen mitgeben möchtest.

00:25:51: Ja, sehr gerne.

00:25:52: Also ich komme auf jeden Fall mit einem bunten Blumenstrauß in dem wir eben das Wissen des klassische Wissen der Yogis in Zusammenhang bringen mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen.

00:26:04: da werden wir selbstverständlich auch tiefergehend über Atemphysiologie sprechen und Also da gibt es so viel zu erzählen, wie dann auch dieses Wissen sozusagen sowohl in Atemübungen also in Dingen die wir jetzt nicht per se als Ruheatmung beschreiben können.

00:26:22: Als auch auf dem Weg hin zu einer gesunden Ruhe atmung dientlich sein können.

00:26:27: Denn das ist tatsächlich etwas dieses Thema Ruhratmung.

00:26:30: Also sprich die Atmung, die mein Körper wählt wenn ich nicht darüber nachdenke und meine Atmungen mich willentlich beeinflussen.

00:26:38: Das is ja ein riesiger Aspekt, der mich auch gesundheitlich in die eine oder andere Richtung.

00:26:44: Der mich emotional in die Eine- oder in die andere Richtung beeinflusst ohne dass es mir bewusst klar ist und das ist etwas was ich wirklich regelmäßig auch an meiner Arbeit in der ärztlichen Sprechstunde beobachte Das wenn es gelingt durch gezielte Übungen Ein Fuß in die Tür zu bekommen, dass sich die Ruheatmung anfängt positiv zu verändern.

00:27:06: Das ist häufig der Durchbruchmoment wo dann zum Beispiel auch mit nach chronischen Diagnose, mit dem Immunsystem, mit Themen der Stressregulation, wo sich dann so richtig was tut weil es sehr toll sind zehn Minuten am Tag Zeit zu nehmen für eine Wechselatmungen.

00:27:23: aber was das mit den dreien zwanzig Stunden und fünfzig Minuten indem ich ja auch atme.

00:27:28: Also da werden wir sehr, sehr stark eben diese Atemphysiologie aus den verschiedensten Blickwinkeln heraus analysieren und auch ganz konkret anwenden.

00:27:37: Und das was ich eben schon erzählt hatte zur verbundenen Atmung zum Brasswork – das ist mir auch ein ganz wichtiges Anliegen!

00:27:43: Das bringe ich auch mit in unsere Atemausbildung nämlich das Verständnis also sprich was passiert da eigentlich?

00:27:50: Das Handling und natürlich auch die Selbsterfahrung und Integration von einer Traumasensiblen Breathwork-Erfahrung.

00:28:00: Ja, wenn dich das interessiert und du sagst hey ich will mehr darüber erfahren.

00:28:04: zum Thema Atmung, Atemtherapie auf der YogaStand Webseite verlinken wir auch hier unter dem Podcast.

00:28:11: Findest du alle Infos zu unserer gemeinsamen Ausbildung?

00:28:14: Und da gibt es natürlich auch noch mehr Ausbildungen die du erkunden kannst, wenn nicht dieses Thema interessiert aber du kannst auch bei Ansofi Priest Da werde ich ja auch die Webseiten verlinken.

00:28:25: Sie bietet auch viel zu diesem Thema an.

00:28:27: und zum Thema Yogatherapie.

00:28:30: Wenn du da tiefer einsteigen möchtest, lade dich herzlich zu informieren!

00:28:34: Und wir könnten wahrscheinlich noch stundenlang weiterreden, weil wir beide dieses Thema lieben und werden ja auch fünf Tage lang in der Ausbildung darüber reden.

00:28:43: Aber wir wollten euch heute einfach mal einen kleinen Einblick in diese wunderbare große Welt von Pranayama oder von Atmung, Atemtherapie geben.

00:28:52: Und hoffe du konntest das ein oder andere einfach für dich mitnehmen!

00:28:55: Ich danke dir erst einmal vielen Dank dass du heute hier warst.

00:28:59: Sehr sehr gerne.

00:29:00: es war mir eine große Freude.

00:29:01: Danke Stefanie

00:29:03: Und wenn du zugehört hast und merkst, hey das ist auch was für meine Freundin oder ich kenne da jemand der sollte sich auch mal damit beschäftigen dann teile gerne die Folge.

00:29:12: Du kannst ja auch kommentieren, du kannst eine Bewertung vor dem Podcast dalassen.

00:29:16: Da würde ich mich sehr freuen um einfach diese Themen noch weiter in die Welt hinauszutragen.

00:29:22: Alles Liebe!

00:29:23: Wundervoll dass du heute zugeschaut hast und bis zum nächsten Mal.

00:29:28: Namaste.

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